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Wie so oft fing alles in früher Kindheit an.
Der Weihnaxmann schaute mich böse an und dann kam er doch mit einer Startpackung
von Zeuke rüber. Ich erinnere mich noch dunkel an die V180 und die dazugehörigen
3 Y-Wagen und Schienen samt Trafo. Die Augen haben ziemlich geleuchtet! Mit tatkräftiger Unterstützung meines Vaters (das ist bei diesem Hobby wohl nichts ungewöhnliches) wurde an den Aufbau einer Platte gegangen. Wobei ich damals mehr derjenige war, welcher die ersten Runden kaum abwarten konnte. Mein Vater hatte den gesamten Bauteil zu erledigen und ich spielte derweil auf dem Teppich. Irgendwann war dann die Grundlage geschaffen: Eine ca. 1,80 x 0,90 m große Eisenbahnplatte mit dem berühmten zweigleisigen Oval und in die Mitte ragendem Abstell-Rangier-Nebenbahngleis. Alles mit dem damals üblichen Hohlprofilschienen. Es gab auch schon abschaltbare Gleisabschnitte auf dem Bahnhof und auf die Anlagenkante geschraubte Tastenpulte zur Bedienung letztgenannter sowie der Weichen und Signale. Mein Vater hat mir das Feld dann sehr schnell überlassen (das ist dann wohl eher doch ungewöhnlich ;o)) und ich konnte mich produzieren. Wie oft ich den Gleisplan umgebaut und erweitert habe weiß ich nicht mehr. Wenn Eisenbahnzeit angesagt war, dann lag die Platte auf dem Rahmen meines Bettes (mehr Platz war im Kinderzimmer nicht) und ich habe nach getaner Arbeit im Wohnzimmer geschlafen. Meine Eltern haben das immer ertragen und toleriert. Wahrscheinlich fanden sie das besser als wenn ich mich draußen mit zwielichtigen Freunden hätte rumgetrieben (das hab ich dann später trotzdem gemacht). Mit dem Haarlackzerstäuber meiner Mutter habe ich Loks und Wagen neu lackiert. Mit dem damals handelsüblichen Nitrolack habe ich so manches Plaste-Gehäuse ruiniert.Danach war die Bude längere Zeit unbewohnbar, die Dämpfe waren nicht so sehr gesund... Im fortgeschrittenen Alter - so zum Ende der Schulzeit - habe ich dann alle Gleise abgerissen und mich im möglichst geraden Verlegen von Pilz-Profilgleisen geübt. Die Gleise waren ab sofort auch geschottert und wurden trotzdem wieder entfernt, weil es eben doch nicht so perfekt aussah. Der Elan ließ dann irgendwann auch nach. Alles wurde in Kisten verpackt. Die inzwischen verlängerte und durch die dauernden Änderungen ziemlich vergurkte Platte landete vor der Tür an der Mülltonne und von dort hat sie irgendwer mitgenommen (die Müllabfuhr war es nicht). Damit begann eine lange Zeit ohne Modelleisenbahn (ein dunkles Kapitel meines Lebens), die nur durch den regelmäßig ins Haus flatternden "Modelleisenbahner" aufgelockert wurde... Irgendwann Anfang 1999 betrat ich dann ein Kaufhaus hier in Berlin und dort verschlug es mich in die Spielzeugabteilung. Ich verbrachte längere Zeit vor den Regalen mit den TT-Modellen und war wieder infiziert. Es ging wieder aufwärts! Ich kaufte erst mal einen Tillig-Katalog und fing wieder an, Pläne zu schmieden. Die noch bei meinen Eltern lagernden Kartons holte ich schnellstmöglich ab, um die Schätze zu sichten. Das Fieber hatte mich wieder gepackt (klingt doch spannend, oder?). Nur hatte ich diesmal kein eigenes Zimmer mehr, das ich hemmungslos vollbauen konnte. Zum Glück stand (und steht) meine Frau meinen Marotten sehr aufgeschlossen gegenüber und ich konnte mir eine Ecke im Wohnzimmer reservieren. Diesmal sollte es schon aus Platzgründen keine klassische Platte werden. Ich wollte vielmehr die Variante des "Immer-an-der-Wand-lang" probieren. Zwei Etagen waren notwendig, um einen vernünftigen Schattenbahnhof zu realisieren. Als Gleismaterial kam nur das aktuelle Pilz-Material in Frage, mit brüniertem Profil und mit schlanken 12°-Weichen. Also ging es los! Ich wollte eigentlich möglichst wenig rollendes Material neu kaufen, da mein Altbestand mir so schlecht nicht erschien. Als da waren die Baureien 35, 118, 132 (eine umgebaute BTTB-130), 242 und 250. Aber im Laden lockten so schöne Sachen wie die 143, 132 von Roco, 120 (die gute alte Taigatrommel) und noch diverse andere Leckerbissen. Von den schönen Hängern ganz zu schweigen. Und wieder traten meine Eltern als Sponsoren in Aktion: Das Geld trug ich sofort zu Michas Bahnhof und mußte mich schon wieder entscheiden. Halberstädter Mitteleinstiegswagen und Doppelstockeinzelwagen in aktuellster Regio-Farbgebung sollten es sein. Und die passende Lok dazu. Was liegt da näher als eine 143 in passender Lackierung? Die gabs aber nur in Digitalausführung.... Heute bin ich froh, diesen Neuanfang konsequent gemacht zu haben. Ich möchte die Vorteile der digitalen Welt nicht mehr missen. Meine Erfahrungen dazu gibts unter der Rubrik DIGITAL. Mittlerweile muß ich wieder neu anfangen, da die erste Platte nicht in die neue Wohnung passt. Die Fortschritte beim Neuaufbau werde ich unter ANLAGE dokumentieren. UPDATE 12-2005: Durch Veränderungen beruflicher Natur habe ich in der Woche jetzt immer in Hamburg meine Bleibe. Wegen der wöchentlichen Pendelei zwischen Hamburg und Berlin bleibt wenig bis gar keine Zeit für die Modellbahn Somit habe ich mir eine Vitrine für meine Schmuckstücke zugelegt. Die eigentliche Anlage ruht schon seit über einem Jahr ohne Veränderungen im Dämmerschlaf. Ich hoffe, bald wieder zeit für den Weiterbau zu finden....
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